Tanz und Theater

Internationales Festival Freiburg

Veranstaltung

Theater Freiburg

Preiskategorie 1

HOFESH SHECHTER COMPANY, GB

Foto: Simona Boccedi

Eintrittspreise

Preiskategorie 1

Shechters neuester Tanzabend „barbarians“, der beim Festival Foreign Affairs Berlin 2015 seine Urauf-führung erlebte, ist nachdenklicher und noch ironischer als die Vorgängerstücke. Eröffnet wird der Abend mit »the barbarians in love«, in dem sich Shechters Choreografie von ihrer elegantesten Seite zeigt. Er ist auf jene sechs TänzerInnen zugeschnitten, die bereits in Shechters vorangegangenen Arbeiten Schlüsselrollen eingenommen haben. Die Choreografie zu geistlicher Barockmusik auf leerer, bis ins Detail wunderbar beleuchteter Bühne, zeigt die ganze Eleganz und Präzision der Shechterschen Bewegungs-sprache. Immer wieder werden Texte und Elektrogewitter eingespielt. Shechter liebt es, die Zuschauer zu locken und zu provozieren.

Im zweiten Teil „tHE bAD“setzt Hofesh Shechter musikalisch auf explosive Dubstep-Grooves: Ein eigens dafür von ihm komponierter Soundtrack prägt diesen puschenden, dynamischen Mittelteil. Shechter lässt die Barbaren los. Die Performer in goldglänzenden Trikots muten wie hochexpressive GoGo-Tänzer an und GangstaRap verdrängt den barocken Wohlklang vom ersten Teil. Das letzte Stück schließlich, das im Juli 2015 Weltpremiere hatte, ist ein herrlich skurriles und humorvolles Duett »two completely different angles of the same fucking thing«. Es ist der Höhepunkt eines außergewöhnlichen Tanzabends.

„Shechter ist ein Virtuose und einer der ganz wenigen jüngeren Choreographen, die hart an einer eigenen, wirklich originell zu nennenden Sprache arbeiten.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die Tänzer aber muss man bewundern, wie souverän sie zwischen den Extremen pendeln.“ Tagesspiegel

Eine Koproduktion von Sadler’s Wells London, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Théâtre de la Ville - Paris, Berliner Festspiele – Foreign Affairs, Maison de la Danse - Lyon, Festival d’Avignon, HOME Manchester, Festspielhaus, St. Pölten (inklusive einer Arbeitsresidenz – the barbarians in love) und Hessisches Staatsballett (inklusive einer Arbeitsresidenz).

barbarians
Eine Trilogie von Hofesh Shechter
Uraufführung In Berlin 2015

Trailer: Ed Inglis

Choreografie & Musik: Hofesh Shechter, Licht: Alan Valentine, Tontechnik: Jonathan Beattie, Inspizienz: Holly Gould, Bühnenmeister: Sam Wood, Gewandmeisterin: Helen Johnson.

Teil I: The Barbarians In love
Mitarbeit Beleuchtung: Lawrie McLennan, Stimme: Victoria mit Natascha McElhone.
Musik: François Couperin, "Les Concerts Royaux", 1722: Jordi Savall & Le Concert Des Nations (2004)

Teil II: tHE bAD
Mitarbeit Beleuchtung Lawrie McLennan, Kostümbildnerin: Amanda Barrow.
TänzerInnen: Maëva Berthelot, Sam Coren, Erion Kruja, Philip Hulford und Kim Kohlmann. Zusätzliche Musik: Mystikal, "Pussy Crook": Tarantula (2001); Hespèrion XX, Jordi Savall, "Paavin of Albarti (Alberti)": Elizabeth Consort Music 1558–1603 (1998)

Teil III: Two completely different angles of the same fucking thing
TänzerInnen: Bruno Guillore, Winifred Burnet-Smith und Hannah Shepherd.
Musik: Abdullar Ibrahim, "Maraba Blue": Cape Town Flowers (1997); Hespèrion XX, Jordi Savall, Robert White, "In Nomine V A 5 (White)": Elizabeth Consort Music 1558–1603 (1998); Bredren and MCSwift, "Control" (2014)

Ab 14 Jahren
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten; Mit Pause ca. 2 Stunden 10 Minuten