Tanz und Theater - Internationales Festival Freiburg

What The Body Does Not Remember

Ultima Vez, BE

Ort:

E-Werk Freiburg

Termin:

Fr 16.05. - 20:00 Uhr Online Karten bestellen

Sa 17.05. - 20:00 Uhr Online Karten bestellen

Das Debut von Wim Vandekeybus und „Ultima Vez“ im Jahre 1987 überwältigte die Tanzszene der Zeit. Die „brutale Gegenüberstellung von Tanz und Musik: Die gefährliche, kämpferische Landschaft von ‚What the body does not remember‘ “ von Vandekeybus und den Komponisten Thierry de Mey und Peter Vermeersch gewann in New York den prestigereichen „Bessi-Award“.
2013. Ganze 25 Jahre später geht die Show mit neuer Besetzung wieder auf Welttournee.

Vandekeybus' erste Choreographie balanciert auf dem rasiermesserscharfen Grat zwischen Anziehung und Abstoßung. Manchmal führt das zu der Konfrontation zweier Tänzer, oder zweier Gruppen, zwischen Tänzern und Musik und zwischen den Tänzern und ihren Rollen. Aber über die ganze Zeit hinweg gibt es diese Explosion von Aggressivität, Angst und Gefahr.

Die Fassung von 2013 findet ebenfalls mit Livemusikbegleitung durch das Brüsseler Ictis Ensemble für zeitgenössische Musik statt. Für beide, Ultima Vez und Ictus, bedeutet diese Zusammenarbeit eine lang-ersehnte und glückliche Wiederverinigung. Bereits 1990 haben Peter Vermeersch und Thierry De Mey eine Gruppe von 12 Musikern für die Performance „Le Poids de la Main“ (Das Gewicht der Hand) zusammengebracht, eine Performance, die das choreographische Material der ersten beiden Ultima Vez Produktionen miteinander verband und den Startschuss für den Aufstieg des heute gut etablierten Ensembles gegeben hat.

Wim Vandekeybus: “Die Intensität, der Momente, in denen du keine Wahl hast, wenn die Umstände für dich entscheiden, so, wie wenn man sich verliebt, oder in der Sekunde, bevor der Unfall passiert, den man nicht mehr abwenden kann; Plötzlich tauchen diese Situationen auf, ohne jede Einführung. Sie sind für mich wichtig, aber eher durch das Extreme in ihnen als durch die Bedeutung, die man ihnen zuschreibt. Die Entscheidung, diese Momente als Basismaterial in einem Theaterstück zu nutzen ist zumindest eine paradoxe Herausforderung, vor allem, wenn man bedenkt, dass jedes Theaterstück wiederholbar und kontrollierbar ist. Letzten Endes kann sich der Körper auch nicht mehr erinnern und alles ist nur eine subtile Illusion der Knappheit, welche uns hilft, das Spiel zu definieren oder auszureizen.“

Vandekeybus’ first choreography balances on the razor edge of attraction and repulsion. Sometimes this results in a confrontation between two dancers, then between two groups, between dancers and music, and between dancers and a compelling set of lines. But throughout there is an explosion of aggression, fear and danger.

Regie, Choreografie und Szenografie:

Wim Vandekeybus

Spiel:

Ricardo Ambrozio, Damien Chapelle, Tanja Marín Friðjónsdóttir, Zebastián Méndez Marín, Aymara Parola, Maria Kolegova, Livia Balazova, Eddie Oroyan, Pavel Masek

Musik:

Thierry De Mey & Peter Vermeersch

Gestaltung:

Isabelle Lhoas (Assistenz: Frédérick Denis)

Technik:

Davy Deschepper

Lichtkonzept:

Francis Gahide

Licht

Davy Deschepper, Karin Demedts

Sound:

Davy Deschepper, Bram Moriau, Tom Buys

Ko-Produktion:

KVS

Foto:

Danny Willems

Dank an:

Louise De Neef, Benjamin Dandoy