Tanzfestival
• Startseite
• Programmübersicht
• Editorial
• Grußwort
• Kartenservice/Anfahrt
• Dank an ...
• Impressum

 

 

‹zurück›

Lange Nacht der kurzen Stücke

Lange Nacht der kurzen Stücke
 
 

Dienstag, 21. März (Online Karten erwerben)
20 Uhr

 

 

1989 startete das erste Ausbildungsjahr bei bewegungs-art freiburg, damals noch einjährig angelegt. Mittlerweile dauert eine Ausbildungsklasse knapp 2 Jahre. Unser 10. Projekt startete im September 2005. Was ist aus all den Tänzern und Tänzerinnen geworden, die einmal unsere Ausbildungsprojekte absolviert haben?!
In unserem Jubiläumsjahr gönnen wir uns einen Abend der besonderen Art und laden Sie ein zu einem einzigartigen Klassentreffen. Ex-Studenten kommen zurück um ihre neuesten Arbeiten zu zeigen

 

Jenny Haack (Berlin)
Das Auge am Körper No. 1 (Tanz- und Videoperformance)
Ein Stuhl steht an der Wand, im darauf projizierten Bild liegt er am Boden. Das Kippen der Kameraperspektive von der horizontalen in die vertikale Achse lässt einen fiktiven Bildraum entstehen, in dem die Performerin scheinbar schwerelos agieren kann. Realer Körper und virtuelles Double überlagern sich, begegnen oder entfernen sich in der Bewegung zueinander oder ineinander, entsprechend ihren jeweiligen Koordinaten und Achsen im Bild / Raum.
Jenny Haack arbeitete intensiv mit der japanischen Choreographin Anzu Furukawa, bevor sie 1997 nach Freiburg zu bewegungs-art kam. Danach war sie Artist in Residenz der Artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig und studierte dort an der Hochschule für Bildende Künste, freie Kunst, Performance und Video.

 

Claudia Roemmel (St. Gallen)
nicht visch - nicht fogel (Videoperformance)
Woher kommen wir, wohin gehen wir und was tun wir in der Zwischenzeit? In einer skurrilen Video-Performance, stellt Claudia Roemmel die Frage nach Sinn und Unsinn des ewigen Weiterschreitens - und dreht sich damit im Kreise... Das Leben bedeutet Aufbruch und Fortschritt bis zum bitteren Ende.
Video: Heinz Allenspach, Musik: Györgi Ligetti
Claudia Roemmel bildete sich nach je einem Studienjahr an der Scuola Teatro Dimitri und bei bewegungs-art (1992) hauptsächlich in den Bereichen Tanz- und Contactimprovisation weiter. Seit 1996 lebt und arbeitet sie in St. Gallen als freischaffende Performerin und Choreographin.

 

Jenny Haack (Berlin) & Jörg Hassmann (Berlin)
PaarmitSessel
Jenny Haack und Jörg Hassmann bedienen in ihrem ebenso tänzerisch-dynamischen wie hintergründig-humorvollen Duett alle vorstellbaren Beziehungsbilder - jedoch nur, um sie im nächsten Moment ad absurdum zu führen. Auf den Fundamenten der Contact Improvisation findet Kommunikation als körperliche Auseinandersetzung statt.
Musik: Matthias Herrmann, Albert Mathias, 2Raumwohnung, Prince, Produktion: Jenny Haack
Mitarbeit Produktion: Gabi Beier
Jörg Hassmann, tanzt seit 1991 Contactimprovisation und näherte sich von dort dem Bühnentanz und zeitgenössischen Techniken. Seit 1998 arbeitet er ausschließlich als Tänzer, Schauspieler und unterrichtet Tanz- und Theaterimprovisation.

 

Anne-Katrin Ortmann (Bremen)
Tapetentrilogie/Part 1, "Else"
Jeder Mensch hat seine ganz individuelle Art, sich in seinem Innenraum einzurichten: Da ist z.B. Else - Else hat sich in einem überschaubaren, geordneten Zuhause eingerichtet, knapp 2 qm stehen ihr zur Verfügung. Diese Fläche ist liebevoll mit einer Blümchentapete tapeziert, der Boden - versteht sich. Wände, Türen, Fenster existieren nicht. Der Zuschauer darf Else zusehen, ansehen, beobachten. Beim Schlafen, beim Träumen, bei ihren oft versonnen-verträumten Aktionen. Else ist beschäftigt, Else beschäftigt sich.
every friday ( dance production, Konzept/Choreographie: Birgit Freitag, Musik: Eugene Chadbourne, Musikbearbeitung: Michael Henn, Licht: Horst Mühlberger, Ausstattung: Birgit Freitag
Anne Katrin Ortmann absolvierte die Ausbildung 1992/93 in Freiburg. Seit 2000 Zusammenarbeit mit der every fridayIdance production unter der künstlerischen Leitung von Birgit Freitag. Sie ist Mitbegründerin und Tänzerin der kompanie tanzwerk Bremen und künstlerische Leiterin des Tanzzentrums tanzwerk Bremen.

 

Adrian Russi (Bern) & Jörg Hassmann (Berlin)
Abenteuer Ehrlichkeit - eine Tanzimprovisation
Ihre gemeinsame Sprache ist New Dance und Kontaktimprovisation, gewürzt mit körperlichem Humor und dem Mut zur Herausforderung. Sie bewegen sich mit Leichtigkeit und einer natürlichen Bühnenpräsenz auf der Suche nach Schlichtheit und Virtuosität. Sie würdigen das Entstandene, um der Beliebigkeit zu entgehen: Zwei Performer, die ihre im Moment entstehende Geschichte mit dem Publikum teilen.
Adrian Russi besuchte die Ausbildungsklasse 1999 - 2000. Er arbeitet und unterrichtet hauptsächlich im Bereich Improvisation und tritt in unterschiedlichen Tanzensembles in der Schweiz, Deutschland und Israel auf. Er ist Mitbegründer des Freiburger Improvisationsensemble "Arte Schoki".

 

Dominik Borucki (Barcelona)
El arte de volar
Ich habe den Wunsch zu fliegen. Es ist nicht, dass ich fliegen möchte, es ist der Wunsch zu fliegen. So werde ich es wirklich versuchen. Das ist vielmehr als es mir nur vorzustellen. Der Versuch ist die größte und einzige Kraft, die ich in diesem Zusammenhang zu meinen Gunsten einsetzten kann.
Dominik Borucki absolvierte die Ausbildung bei bewegungs-art 1992-93. Danach reiste er sieben Jahre, um mit verschiedenen Choreographen in Europa und Amerika zu arbeiten und zu lernen. Seit 1999 ist er in Barcelona ansässig. Seine Tanzstücke zeigte er in ganz Europa und im spanischsprachigem Raum Amerikas.

 

Debora Wyss & Kathrin Fischer (VARIETäTER, Bern)
Miss Penny, Moneypenny (Comixtheater) Trailer aus einem abendfüllendem Programm
"Miss Penny, Moneypenny" ist der etwas andere Bond: zwei Frauen spielen mit maximaler Präsenz und vollem Körpereinsatz alle typischen Figuren und jede Menge Action, Spannung und Erotik. Ein rasantes Comixtheater, welches hautnah in Bonds Universum entführt. Eine eigens kreierte Geschichte im unverwechselbaren Stil bildet eine atemberaubende Himmel- und Höllenfahrt... Ein absolutes Muss für Bond-Fans und Liebhaber des bösen Humors!
Produktion: VARIETäTER, Ton: Diobe Daniel Wyss, Bühne: Babu Wälti
Kathrin Fischer, geboren 1979 in Olten CH, nach 9 Schuljahren an die Schauspielschule Vera Forster in Zürich, danach verschiedene Theaterengagements, 2001Gründung der eigenen Theatercompagnie mit Debora Wyss Grandjean.
Debora Wyss Grandjean, geboren 1973 in Bern CH, 1990-95 Ausbildung zur Primarlehrerin, 1995-97 bewegungs-art Freiburg, 1998-2000 Ausbildung zur (Bewegungs-)Schauspielerin an der Ecole Internationale de Theatre LASSAAD in Brüssel. Tanzlehrerein für Einheimische Malediver in Male, diverse Theaterengagements, 2001 Gründung der eigenen Theatercompagnie mit Kathrin Fischer.

 

Daniela Lehmann (Berlin)
Mina (Solo-Improvisation)
Eine barfüßige Frau, gekleidet in ein langes weißes zerschlissenes Kleid, kommt durch das Publikum auf die Bühne. Sie wirkt abwesend, zerbrechlich, leicht verstört und dann wiederum fordernd, energisch... Mina rennt, wird blitzschnell, hält plötzlich inne, biegt sich skurril und schwebt im nächsten Moment. Sie durchlebt scheinbar mehrere innere und äußere Welten, springt spontan zwischen Freude Angst, Zweifel Klarheit, Aufregung Ruhe... und zeichnet so ein "bildermächtiges Gefühlskaleidoskop".
Ein Solo zur Musik der Band "Metamorphosis"
Mina" war Daniela Lehmanns Abschlussstück bei der Ausbildung von bewegungs-art im letzten Jahr und wurde beim Festival für zeitgenössisches TanzTheater in Leipzig als "bestes Deutsches Tanzsolo 2005" ausgezeichnet

 

Frauke Requardt & Company (London)
Back on Track
Drei Frauen tanzen unisono - behalten aber ihren Eigensinn und halten auf sture und faszinierende Weise an ihrer Individualität fest.
Tanz: Frauke Requardt, Gabriele Reuter, N.N.
Sie studierte Tanz und Improvisation bei bewegungs-art Freiburg von 1997-1999 danach in New York bei Movement Research und in London an der Contemporary Dance School. 2003 schloss sie dort ihren Master in Choreographie mit Auszeichnung ab.
Gabriele Reuter studierte ebenfalls an der London Contemporary Dance School in London und arbeitet seit 2004 mit Frauke Requardt zusammen.

 

Daria Gusberti (Bern)
A Place like Home - Einteil des dreiteiligen Zyklus //Desorientierung//
Eine Tänzerin bricht aus der Geborgenheit und wachsenden Eintönigkeit auf, erkundet Neuland. Andere Orientierungen, Verhaltensweisen und Bewegungsmuster tauchen auf. Die Grenze zwischen Heimat und Fremde verwischt, da die Fremde langsam zur zweiten Heimat wird. Dadurch ändert sich auch die Beziehung zum alten Zuhause. Der Kokon "Heimat" wird demontiert oder zumindest so weit aufgelöst, dass der Ort, wo man herkommt, nicht automatisch der vertraute und geliebte Ort ist. Heimat ist da, wo wir uns zugehörig fühlen.
Daria Gusberti, absolvierte 2001-2003 ihre Ausbildung in Neuem Tanz bei bewegungs-art und von 2004-2005 das "Certificate of Higher Education" an der Londoner Contemporary Dance School LCDS "The Place".