Tanzfestival
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Hans Hof Ensemble (Niederlande)

 

 

 

 

 
   
 
 

Stadt bei Nacht

 
Sonntag, 9. November
20 Uhr
   
Choreografie

Jordi Casanovas, Andrea Beugger

  Tanz:  

Andreas Denk, Klaus Jürgens, Andrea Boll, Mischa van Dullemen, Jordi Casanovas, Andrea Beugger

  Musik live:  

Wiebe Gotink

  Ton:  

André Pronk

  Licht und Bühne:  

Hans Hof, Martin J.A. Lambeek

  Bühnenbild:  

Edwin Kolpa

  Kostüme:   Françoise Magrangeas
  Fotos:   Celine von Balen; Karel Zwaniveld

Das Hans Hof Ensemble ist ein Choreografenkollektiv aus den Niederlanden, das seit 1996 zusammen arbeitet. Seine Mitglieder Andrea Boll, Klaus Jürgens, Andreas Denk, Mischa van Duellemen erarbeiten die Choreografien gemeinsam und führen sie bis jetzt auch als Tänzer aus. Ausgangspunkt der Choreografien sind die individuellen Qualitäten der Tänzer, die dann in ein dramaturgisches Konzept eingefügt werden.

 

Wieviel Städte mag es wohl auf dem Erdball geben? 20.000? Oder sogar 50.000? Große Städte und kleine Städte… Alles ist irgendwo zu finden auf der Welt. Es gibt aber auch Städte, die auf keiner Landkarte verzeichnet und auf keinem Globus zu finden sind. Metropolen geboren aus Nostalgie, alten Filmen und kitschigen Romanen, aus Hoffnung, Einsamkeit und Illusionen. Es sind Städte, wie es sie nur in unseren Köpfen, unseren Vorstellungen gibt. Um diese geheimnisvollen und doch nicht ganz unbekannten Städte geht es in dem Stück Stadt bei Nacht. Inspiriert durch die Installationen des amerikanischen Künstlers Edward Kienholz, kreierte das Hans Hof Ensemble ein Stück voll tänzerischem Witz. Die Tänzer und Tänzerinnen erzählen vom ganz normalen Wahnsinn in der Stadt. Traurig-melancholisch und bisweilen urkomisch streben diese Stadtneurotiker in skurriler und rastloser Umständlichkeit einem Ziel zu, das man Glück nennen könnte. Mit einem milden Lächeln legen sie die Finger auf die Wunden der Menschen einer Stadt, sind dabei heiter und voll überraschender Einfälle.

 
Keine Handhabung wird dabei auf direktem Weg erledigt. Es wird pirouettiert, gedribbelt, sich gewunden, über Sessel- und Sofalehnen gehechtet oder mit verknoteten Beinen gewatschelt. Umstandslos wird nichts zuwege gebracht. Nicht einmal der Liebesakt oder das Abmurksen der Ehefrau. Und niemanden wunderts ...
(M.F. 21. Januar 2001, Hamburger Abendblatt)
 
Immer wieder brechen die Tanzschritte aus den von der Enge geprägten Stereotypen aus und entladen sich in virtuosen, kraftvollen Kettenreaktionen. In ehrlichen, wahren Bewegungen à la Sasha Waltz. Sie zeigen eine Expressivität von hoher Ambivalenz, wenn Nähe gesucht und dann nicht vertragen wird oder wenn man sich gegenseitig ein bisschen kaputt-liebt. (Marianne Mühlemann, Berner Zeitung, Feuilleton)
 
In diesem raffinierten Mahlstrom fließen Tanz, Musik, Schauspiel und Akrobatik nahtlos in einander. Scheinbar dominiert das Chaos, aber die Szenen sind so fein miteinander verwoben, dass sie als Ganzes den Mikrokosmos der Hans Hofschen Stadt ergeben…
(Eva van Schaik, 8. November 1999, Trouw)