Tanzfestival
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Lanònima Imperial /
Juan Carlos García (Spanien)

 

Scla 1: Infinito

 

 

Samstag, 15. November
20 Uhr
   
 
       
Choreografie

Juan Carlos García

  Tanz:  

Juan Carlos García, Bebeto Cidra, Toni Jodar, Nico Marckmann, Manuel Palazzo,Sonia Rodriges, Noelia Liñana

  Technikkoordination:  

Manu Martinez

  Lichtdesign:  

Mingo Albir

  Videoprojektion:  

Lawrence Wallen

  Bühne  

José Menchero

  DJ::   Oriol Rossell
  Soundtechniker:   Stephan Wöhrmann
  Fotos:   Ros Ribas
 

Tempo, Technik, Impressionen – dem italienischen Futurismus galt die Kunst als Annäherung an das Rasen der Zeit und der Geschichte. Wir Heutigen sehen diese Visionen verdunkelt durch ein Jahrhundert der kriegerischen, medialen und elektronischen Revolutionen. So erscheint der einst gepriesene Sog der Bewegung als fragwürdiger und zugleich mächtiger denn je. Wissen wir doch heute, dass der Futurismus zu den Vorläufern des Faschismus gehörte. Ein Spannungsbogen, wie geschaffen für den Choreografen Juan Carlos García. Er inszenierte, aus Anlass einer Museumseröffnung in Italien, mit seiner grandiosen Truppe eine packende Geburt der Moderne aus dem Geist der italienischen Kunstpioniere. Flüchtig schwebende Harmonie wechselt mit atemberaubend getanzten Szenarien der Interaktion und Manipulation. Einsame innere Kämpfe münden in ruppige, virtuose aggressive Gruppendynamiken. Stroboskopische Videoclips, kunstvolle Klangräume und kalkuliert aufbrausende, dadaistische Lyrik untermalen diesen rauschhaften Auftakt zum 21. Jahrhundert, der auch die Futuristi begeistert hätte. Die Choreografie lebt von der Interpretation der Künstler. Das Ensemble ist glänzend besetzt. Es sind großartige Tänzerinnen und Tänzer mit exzellenter Technik und suggestiver Ausstrahlung. Ein Tanzstück für alle, die die dynamischen und ästhetischen Seiten des Tanzes lieben.

 
... die Art der Ausführung durch die Künstler ist eine der Trumpfkarten des Stücks, mit einer maschinenhaften Vollkommenheit und muskulöser Vitalität, die keinen Ausdruck ausschließt in den Augenblicken von Furcht und Schmerz. (Joaquim Noguero, La Vanguardia, 12. Januar 2002)
 
... ist eines der besten Stücke von Lanònima, der Gruppe die seit 1986 vom charismatischen Juan Carlos García geleitet wird. Es ist ... ein scharfkantiges Stück, in welchem sich der zeitgenössische Tanz als ein freier und schnell sich bewegender Dialog zeigt. Die ausgezeichneten Tänzerinnen und Tänzer … tanzen nicht nur exzellent, sondern präsentieren sich mit einer großen Reife in der Darstellung.
(Carmen del Val, El País, 12. März 2002)